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Bereits im 1. Jahrhundert vor Christus schrieb Plinius über die Verwendung der Kastanie. Er unterscheidet bereits zwischen Brat- und Kochkastanien, berichtet über Kastanienmehl zur Brotzubereitung, und über die Verwendung von Kastanienholz für Pfähle im Weinbau. Im 1. Jahrhundert nach Christus wurde in der Gegend um Taranto und Neapel von wilden Kastanien, die als Viehfutter verwendet, und von Veredelten, die bereits großflächig angebaut wurden, berichtet. Über die Einführung und Verbreitung in Südtirol könnten die Langobarden verantwortlich gewesen sein, die damals im 5. Jahrhundert nach Christus die Herrschaft in Südtirol hatten, wobei damals die Kastanienkultur noch keine große Bedeutung gehabt haben dürfte. Erst im 12. Jahrhundert nach Christus, könnte durch Meinrad ll die Kastanienkultur an Bedeutung gewonnen haben. Aus dieser Zeit scheinen in Aufzeichnungen vermehrt Flurnamen mit Kastanienhintergrund auf. Auch von den Klöstern wurde die Verbreitung vorangetrieben. Im 15. Jahrhundert waren die gute Qualität der Lananer und Tisner Kastanien bereits weitum bekannt. Für die weitere Verbreitung sorgte auch Maria Theresia (1717-1780),die vielerorts die Pflanzung von Kastanienbäumen anordnete. Die ältesten, lebenden Bäume in Südtirol werden wohl noch aus dieser Zeit stammen.
Bild: Bereits damals wurde die Kastanie als Heilmittel geschätzt (Bild: Aus dem Buch KASTANIEN IM SÜDLICHEN TIROL von Siegfried W. de Rachewiltz)
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